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Klickertraining für Katzen

Katzen clickern dient weniger der reinen Erziehung einer Katze, vielmehr dient es dazu, sich mit der Katze auf einer Ebene austauschen zu können, die zwecks unterschiedlicher Sprache sonst nicht möglich ist. Es geht darum, ein positives Verhalten der Katze zu unterstützen, bzw. ihr zu zeigen, dass man dies oder jenes als positiv empfindet.

Mit freundlicher Unterstützung von Kirsten hier ein gutes Beispiel, was gemeint ist mit "positives operantes Konditionieren":

Du hast einen roten Pulli an, den du eigentlich nicht so magst, aber alles andere war in der Wäsche. An diesem Tag erlebst du lauter nette Sachen... Leute lächeln dich an, du bekommst vielleicht sogar ein Kompliment, wie gut dir diese Farbe steht, du gewinnst im Lotto.... irgendwie sowas. Wenn du beim nächsten Mal vor deinem Kleiderschrank stehst, wirst du wahrscheinlich (bewusst oder unbewusst-egal) wieder zu diesem roten Pulli greifen. Dein zufälliges Verhalten (roten Pulli anziehen) hatte zufällig positive Konsequenzen. Deshalb zeigst du dieses Verhalten in Zukunft wahrscheinlich öfter...
Unser Verhalten besteht zu einem sehr großen Prozentsatz aus konditioniertem Verhalten. Bewusst oder unbewusst konditionieren wir eigentlich auch andauernd andere Leute. ... und unsere Tiere:
Zufälliges Verhalten: Katze kratzt nachts an Schlafzimmertür... Positive Konsequenz: Mensch wird wach und meckert rum... (Positiv! Weil: Mensch beschäftigt sich mit mir!) Ergebnis: Katze kratzt dauernd nachts an Schlafzimmertür!
Kennen wir doch alle.

Zurück zum Clickern: Ich belohne ein von mir gewünschtes Verhalten, indem ich ein Geräusch mache mit einem z.B.Klicker einem Clicker (z.B. einer dieser Clickerfrösche aus der Spielzeugabteilung oder inzwischen auch in einigen Tierzubehörläden extra für Tiere erhältlich). Damit die Katze das "click" wiederum als positiv ansieht, wird es mit einem Leckerli belohnt.

Klickertraining Buchtipp

Besser und ausführlicher erklären tut dies Birgit Laser in ihrem Buch. Ich selber bin ja auch Anfänger und möchte hier eigentlich einfach meine Erfahrungen tagebuchartig posten. Birgit Laser verfügt über langjährige Erfahrung im Training verschiedener Tiere und in der Schulung von Hunde- und Katzenbesitzern. Sie setzt sich für einen respektvollen und gewaltfreien Umgang mit Tieren ein und vermittelt auf eine leicht verständliche Art das hierzu notwendige Wissen.

„Clickertraining… mehr als Spaß…für Katzen.“
ISBN 3-9809810-0-2, 19,80€
Bezugsquelle: www.laserdogs.de unter „shop“
Birgit Laser Verlag, Lübeck, 2004

--> Gibt's übrigens nur da, sie verschickt aber auch in die Schweiz!

Klappentext:

„Katzen trainieren, das geht nicht? Und ob!
- die Kommunikation zwischen Mensch und Katze verbessern…
- Gegenseitigen Respekt und Vertrauen fördern…
- Der Katze ein Kunststück beibringen….
- Unerwünschtes Verhalten in die richtigen Bahnen lenken….
- Dazu beitragen, ihre Katze besser kennen zu lernen…
- Spaß miteinander haben…

…all das und viel mehr bietet Clickertraining.“

Auszüge aus dem Inhaltsverzeichnis (unvollständig):
Warum überhaupt clickern?
Die richtigen Leckerchen finden
Wie fangen wir an?
Erste Kunststücke
Shaping
Unerwünschtes Verhalten
- Krallen nach dem Futter
- Aufdringliches Betteln und Stehlen von Essen
- Kratzen an Möbeln und Tapeten
- Katze lässt sich nicht bürsten und kämmen
- Ängstlichkeit und übergroße Scheu vor Menschen

Verhaltensketten

Nebenwirkungen

Clickern mit mehreren Tieren

u.v.m.

 

Der geklickerte Stitch

Nachdem mir die Tierpsychologin dazu riet, mit Stitch zu klickern, hab ich das Buch nach langer Zeit wieder zur Hand genommen und mir zudem einen Klicker gekauft (den da oben).

Grundsätzlich geht es darum, dass das Tier das Geräusch des Klickers als positiv empfindet, was man dadurch hinkriegt, dass nach dem 'klick' ein Leckerli folgt. Warum nicht direkt das Leckerli? Weil der Moment, in dem die Katze das tut, was wir gerne von ihr haben, exakt und ganz schnell getroffen werden muss. Mit einem Klicker kann man gezielter auf die Sekunde genau reagiert, das Leckerli kann dann danach folgen.

Nebst dem Klickergeräusch ist es ganz wichtig, dass man die Katze zu nichts zwingt. Sondern man belohnt sie, wenn sie von sich aus das tut, was man gerne von ihr hätte. Also nicht "ich locke Katze mit Futter auf eine Kommode" sondern "Katze geht auf eine Kommode, ich klickere, signalisiere somit dass das toll war und gebe Leckerli".

 

Und los gings:

Übung 1: An den Klicker gewöhnen

Als erstes hiess es müsse man die Katze überhaupt mal an das Klickergeräusch gewöhnen. Das war bei Stitch kein Stab zum KlickernProblem. Im Zusammenhang mit Futter ist er äusserst klever und versteht sehr schnell Ich hab also nur ganz kurz geklickert - TroFu gegeben - geklickert - TroFu gegeben... dann hatte er das raus...

Übung 2: Stab mit Nase berühren

Als nächste Übung versuchte ich, dass Stitch einen Stab mit der Nase berührt. Mangels Stab hält dafür ein Chinesisches Essstäbchen hin Da Stitch sich generell schon gewöhnt ist eine Art Köpfchen zu geben oder Männchen zu machen um mit der Nase nach einem zu stubsen, hatte er auch diese Übung sehr schnell drin. Stöckchen hier hin gehalten - er Nase dran - klick - TroFu, Stöckchen dorthin gehalten - er Nase Ikea Hockerdran - klick - TroFu...

Übung 3: Stuhlhüpfen

Die Übung mit dem Springreifen hab ich aussen vor gelassen... mangels Reifen Und bin somit zur Übung weitergegangen, in welcher man einer Katze beibringt von Stuhl zu Stuhl zu springen.

Mangels schlauem Stuhl nehme ich dafür die 2 Ikea-Hocker, die wir haben. Die stehen normalerweise in den 2 Bürozimmern, voneinander getrennt. Das ist nicht schlecht, denn dann ist der Unterschied zwischen "steht einfach da" und "Übungsgerät" klar ersichtlich.

Die beiden Hocker nehme ich ins Büro wo ein Teppich liegt, damit die Hocker Halt finden. Gestartet bin ich indem ich die Hocker direkt nebeneinander gestellt hab. Ich hab gedacht, dass ich jetzt ein Weilchen erstmal Blicke in Richtung Hocker klickere (Schritt für Schritt Vorgehen...). Aber nix da, innert 2 Minuten hatte Stitch raus, dass er auch wenn die Hocker nicht mehr direkt nebeneinander stehen einfach rüberhoppsen muss! Ich bin sooo stolz auf ihn!

Da die Trainingseinheiten kurz sein sollen (wenige Minuten), habe ich kurz danach aufgehört und 3h später nochmals geübt. Diesmal hat Schatzi zugeschaut und er war echt auch beeindruckt. Ich ebenso, denn ich konnte die Hocker schon gut 1m auseinandertrennen und Stitch hüpfte rüber! Vielleicht machen wir mal Fotos Ich bin so stolz auf ihn!

Übung 4: Gimme 5!Klickertraining

Diese Übung ist zwar nicht im Buch (oder noch nicht dort wo ich mit lesen bin), aber sie reizt mich! Gimme 5, oder Pfötchen geben wäre lässig! Nur wie? Ich hab's so gemacht, dass ich Stitch vor mich setzen wollte, ging nicht, sobald er merkt, es wird geklickert, Food ist im Raum, wird er total hypernervös Also Stuhl aus der Übung vorher geholt, ihn fürs raufhoppen beklickert, dann gewartet bis er dort hockte. Hand hingehalten. Hat er natürlich gedacht, das gibt Futter oder muss beschmust werden. Hat er nicht verstanden, was er damit soll. Da hab ich ihn leicht auf die Pfote getippt und von da an hat er geschnallt, dass er seine Pfote heben muss. Heben - klick - heben - klick. Später dann in meine Handrichtung heben - klick. Das hat er eigentlich extrem schnell verstanden! Gut, er ist noch etwas unkoordiniert und weiss noch nicht ganz, zu welchem Zweck er die Pfote hebt (will heissen wenn ich die Hand höher hebe, paddelt er unter meiner Hand durch...), aber das kommt. Er ist echt schlau - ich staune!

Übung 5: Sich auf ein Tuch platzieren

Eigentlich sollten wir die Übung mit einem Stück Rasenteppich üben; in Anbetracht dessen, dass wir die Wendeltreppe mit Rasenteppich bekleben und ihn dann so runterkriegen... Aber die Treppenverkleidung ist noch nicht weiter, ich möchte aber weiterklickern. Ergo tut es auch ein Stück eines Stofftischtuches; muss ja was sein, was sonst nicht eh schon rumliegt.

Ziel ist es, dass sich die Katze auf eben jenes Tuch platziert und dafür belohnt wird. Das Tuch wird extra so hingelegt, dass die Katz nicht zufälligerweise darüber läuft, so rein auf dem Weg von sich zu mir und dem Leckerli. Idealerweise hockt also die Katze sozusagen zwischen mir und dem Tuch. So gings los. Stitch guckt mich verwundert an und probiert die ganze Palette... Pfötchen heben, sich an mir reiben, um mich herum schnurren...

Aber nach 3-5 Minuten hatte er bereits raus, dass er sich auf das grüne Etwas setzen muss damit es Leckerli gibt. Ich staune. Das Kerlchen ist sooo klever!

 

 

 

   

 

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